Hip, Hipper – Williamsburg!

Jeder der in irgendeiner Form und Weise mit New York zu tun hat kennt das Viertel Williamsburg in Brooklyn. Und dank des deutschen „Kulturfernsehens“ und der HBO-Serie „Two Broke Girls“ (eine meiner Lieblingsserien) über zwei Mädels, Cupcakes und einem Pferd im Hinterhof ist es auch bis nach Deutschland durchgesickert: Williamsburg ist DAS neue „In-Viertel“ von New York.

Und tatsächlich, sobald wir aus der Subway steigen und uns an der Bedford Avenue wiederfinden wollen wir unsere Rucksäcke packen und sofort eines der coolen Apartments nahe der Bedford Avenue belagern. Aber die Preise liegen hier auch für AirBnB-Übernachtungen leider über unserem Budget.

Deswegen begnügen wir uns mit einem tollen Tag voller Entdeckungen und Leckereien. Das Wichtigste darf natürlich nicht fehlen, deshalb gibt es erst einmal leckeren Tee und unglaublich geschmackvolle (Riesen-) Scones in der „Espresso Bar Sweetleaf“, mehr unter http://mcaf.ee/2xkof.

Und wirklich, wir fühlen uns wie im Fernsehen. Wir werden von unglaublich coolen Baristas mit Vollbart, coolem Blick und edgy-Atitude bedient. Das Mädel hinterm Tresen sieht so unglaublich lässig aus mit ihrem Lockenkopf und Hut drauf….Einfach New Yorker Hipster Lock. Und im Café gibt es dann noch einen Maklershop, also vorne Café und Kuchen und hinten Schreibtische und Computer für den Immobilienverkauf. Wie cool ist das denn bitte!? Passt aber wohl einfach zu dem Klientel das sich hier die superteuren Wohnungen leisten kann.

Ein Gebäude mit der Aufschrift „Artist Flea Market“ erregt als nächstes unsere Aufmerksamkeit und wir begeben uns in die große Halle hinein und sind geflasht. Überall bieten Künstler und Designer ihre entworfenen Schmuckstücke, Bilder, Klamotten und Karten an. Würde Fabian mich nicht (immer und vernünftigerweise) zurückhalten hätte ich jetzt mindestens 4 Ringe mehr an meiner Hand und noch mehr Ketten um den Hals. Es ist aber auch viel schöner Unikate zu besitzen, als Massenware. Und die Arbeit und Liebe, welche in den individuell hergestellten (Schmuck-)Stücken steckt, strahlt auch auf die Trägerin ab.

Nach ein paar Minuten erreichen wir den East River und genießen, mal wieder, die unglaubliche Sicht auf die Skyline von Manhattan – Der Vorteil, wenn man sich auf der gegenüberliegenden Seite von Manhattan befindet.

Überall stoßen wir auf frisch hochgezogene Wohngebäude, alle superstylish aber häufig noch nicht komplett bewohnt. Auch hier macht sich wieder das Phänomen des „wie-verdreifachen-wir-die-Immobilienpreise-in-dem-neuen-Trendviertel-damit-die-Reichen-und-Schönen-das-Viertel-in-Beschlag-nehmen“ breit.

Aber zum Glück gibt es neben den Neubauten noch ganz viele schöne alte kleine Häuser und unglaublich tolle Graffitikunst an den Wänden zu sehen.

Wer die Bedford Avenue auf und ab spaziert, sollte einen prall gefüllten Geldbeutel mit sich tragen. Wundervolle Läden reihen sich neben trendige Bars und schniecke Restaurants. Es gibt unzählige Coffeeshops, mit cleaner Einrichtung, dann wieder etwas verspielt oder mit einem unerwartetem Hinterhof. Auf den Gehwegen gibt es immer wieder kleine private Flohmärkte und die Straßen sind mit Leben gefüllt. Neben den typischen Touristen und den Studenten tauchen wieder überall coole Hipster mit stylischen Klamotten auf, bei den Männern bitte mit Vollbart und am besten noch Tattoo.

Ein absolutes Muss für jeden Gourmetliebhaber ist ein Besuch auf dem Brooklyn Flea Food Market „Smorgasburg“. Jeden Samstag findet direkt am Ufer des East River gelegen eine kleine aber feine Nahrungsmittelverköstigung der besonderen Art statt. Auf dem „Smorgasburg“ werden die neuesten Food-Trends ausprobiert und kommen manchmal ganz groß raus. Von den superleckere „Dough´s Donuts“ über dekadente Austern und „Bruffins“, eine Kombination von Muffins und Brioche über „Schnittchen am Stock“ und kubanischen Einflüßen bis hin zu den schon berühmten „Ramenburgern“ gibt es unglaublich viele leckere Gerichte zu probieren. Leider hat das Vergnügen aber auch seinen stolzen Preis, so kosten eher minimalistisch gehaltene Portionen um die 10-14 $, somit begnügen wir uns mit einem yammi Kokosraspel-Dough´s Donut und einem wunderschönen Blick aufs Wasser.

Mehr Informationen zum Smorgasburg findet ihr hier: http://mcaf.ee/xadf4

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2 Gedanken zu “Hip, Hipper – Williamsburg!

  1. Großartig! Steigert meine Vorfreude, hoffentlich nächstes Jahr nach NY zu kommen, nur noch mehr. Übrigens könnte man ähnliche Storys, v.a. was Essen und Vollbärte angeht, über Brunswick in Melbourne schreiben… Also falls ihr vorhabt, nach Australien zu reisen 😉

    • Ja, New York ist auf alle Fälle lohnenswert und gehört definitiv zu meinen absoluten Lieblingsstädten. Am besten ihr nehmt euch mindestens 1 Woche um einen kleinen Einblick neben den typischen “Must-See´s” zu bekommen. Danke für den Tipp mit Brunswick. Mal sehen wann wir nach Down Under kommen 🙂

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