Isolierung Wohnkabine

IMG_0618_blog Unser Fazit vorweg: Der Ausbau der Wohnkabine hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen! Der eigentliche Plan, den Ausbau der Wohnkabine in zwei Wochen Urlaub zu bewältigen, ist nicht aufgegangen. Erst als wir nicht mehr jeden Tag unseren Jobs nachgehen mussten, wurden die Fortschritte deutlich. Unsere neue Arbeitszeit sah oft so aus: Aufstehen, kurzes Frühstück, von 09.00 bis oft nach 21.00 Uhr an Wiki basteln.

In unserer neuen Rubrik „Planung – KFZ“ berichten wir über den Ausbau der Wohnkabine und was es bedeutet, sich mit dem eigenen Auto auf Reisen zu begeben. In diesem Beitrag geht es um die Isolierung der Wohnkabine. Unser erster Gedanke bei der Isolierung war, dass dieser Arbeitsschritt ja eigentlich schnell zu schaffen sein sollte. Man nimmt sich aber auch bei diesem Arbeitsschritt lieber ein bisschen mehr Zeit. Ist die Wohnkabine nämlich nicht richtig isoliert, kann es schnell ungemütlich werden und im schlimmsten Fall bildet sich überall (auch hinter der Isolierung) Kondenswasser.

Für die Isolierung der Wohnkabine haben wir ausschließlich Polyethylenschaumstoff verwendet, auch bekannt unter dem Begriff „X-Trem Isolator“. Dieser Schaumstoff lässt sich sehr gut be- und verarbeiten, nimmt keine Flüssigkeit auf und bleibt auch bei hohen Temperaturen beständig. Er ist in mehreren Stärken und sogar selbstklebend erhältlich. Der selbstklebende X-Trem Isolator war uns für die große Stückzahl, die wir benötigt haben, dann aber doch zu teuer. Zwischen den Alustreben haben wir die 30mm Schaumstoffplatten benutzt, die von Ortec mit der Kabine zusammen geliefert wurden. Zugeschnitten wurden die einzelnen Platten mit einem in jedem Baumarkt erhältlichen „Dämmstoffmesser“. Als Kleber haben wir hauptsächlich „Uni-Kleber-Extra“ von Würth genutzt, der ebenfalls von Ortec mitgeliefert wurde. Nachdem dieser alle war und zumindest bei uns nicht sofort lieferbar, sind wir dann für die restlichen Platten umgestiegen auf „Kraftkleber Classic“ von Pattex. Verstreichen lässt sich der Kleber von Pattex besser, der Kleber von Würth ist zähflüssiger, reicht dafür aber länger. Beide Kleber werden auf der zu beklebenden Seite mit einem Pinsel aufgestrichen. Danach wartet man kurz bis der Kleber Fäden zieht und schon kann die zugeschnittene Schaumstoffplatte verklebt werden. Für die Arbeit mit dem Kleber haben wir immer Handschuhe getragen, der klebt nämlich wirklich sehr gut und außerdem glaube ich nicht, dass der Kleber sehr gut für die Haut ist. Manchmal haben wir sogar Schutzmasken getragen, weil der Kleber bei der Verarbeitung und besonders beim Aufbringen der Platten sehr stark gerochen hat. Zum Trocknen der Klebefläche haben wir mit ca. 2 Tagen gerechnet.

Als nächsten Arbeitsschritt, nachdem wir mit der Isolierung der Flächen zwischen den einzelnen Alustreben fertig waren, wurden die Alustreben extra isoliert. Dafür haben wir X-Trem Isolator in einer Stärke von 10mm genutzt. Die Platten wurden ebenfalls mit Kleber behandelt und dann auf die 30mm Platten und über die Alustreben, die noch zu sehen waren, aufgebracht. Somit haben wir Kältebrücken vermieden, die sich bilden, wenn Kälte durch nicht isoliertes Aluminium in den Innenraum gelangen kann. Damit Ihr am Ende noch wisst, wo sich die Alustreben befinden, sollten diese z.B. mit kleinen Klebestreifen markiert werden! Die Innenraumisolierung alleine hat schon sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Zum Schutz der Schaumstoffplatten haben wir uns dazu entschlossen Pressspanplatten über der Isolierung anzubringen. Wir haben die Pressspanplatten mit einer Handkreissäge auf die richtige Größe zugeschnitten und mit den Alustreben verschraubt. Als letzten Arbeitsschritt wurden die Pressspanplatten von uns mit Nadelfilz Bodenbelag (2,49€/m²) in Silbergrau ausgelegt. Im Baumarkt haben wir dafür „Permanent Spray Kleber“ von Pattex gefunden, der sich sehr gut verarbeiten lies. Der Kleber muss dafür einfach aus einigen cm Entfernung auf den Nadelfilz aufgebracht werden. Pattex Spray Kleber ist auch in Blau, also Korrigierbar, erhältlich. Dieser hat sich als nicht sehr gut klebend herausgestellt, wir empfehlen euch also eher den Permanent Kleber. Beim Besprühen muss darauf geachtet werden, dass der Nadelfilz auch an allen Stellen etwas von dem Kleber abbekommt, damit dieser gut hält. Der Nadelfilz kann dann eigentlich sofort verarbeitet werden. Das Ergebnis ist zwar sicherlich nicht so gut, wie von professioneller Hand und vielleicht hätten wir das ein oder andere auch anders machen können, aber wir sind mit unserer Arbeit zufrieden.

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Ein Gedanke zu “Isolierung Wohnkabine

  1. Schöne Kabine geworden! Ich plane gerade selber eine zu bauen. Zwar nicht für eine Weltreise, aber für meine Familie und mich. Was bei vier Personen fast wie eine Weltreise geplant werden muss. Viel Erfolg bei der weiteren Arbeit. Und nicht vergessen. Es soll auch Spaß machen!!!
    Grüße Rene

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