Hamburg, meine Perle – Part 2

Wir sind wieder da! Hamburg hat uns wieder. Nach mehr als 2 Jahren Abstinenz befinden wir uns nun innerhalb weniger Wochen gleich zweimal in einer der schönsten Städte der Welt. Ja, ich sage das so frei heraus, obwohl ich weiß, dass noch viele Städte von uns erkundet werden wollen und einige bestimmt wundervoll sind.

Aber Hamburg hat mein Herz erobert, schon vor Jahren.

Die roten Backsteingebäude mit der geschichtsträchtigen Vergangenheit, die neue moderne Architektur der Hafencity, die wunderschönen und vielfältigen Stadtteile mit den verschiedenen Vierteln – und natürlich das Wasser. Und die Kultur und das Wetter – der stürmische Herbst, die lauen Sommernächte – und die Menschen und überhaupt……

Aber erstmal genug der Schwärmerei und zurück zu unserem Aufenthalt bei unseren lieben Freundinnen Dani & Nu und ihrem zuckersüßen Hundichen.

Der Sommer hat in Hamburg Einzug gehalten und wir werden mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel empfangen. Bevor sich der Tag dem Ende zuneigt schlendern wir durch Eimsbüttel, dem zweitdichtesten besiedelten Stadtteil Hamburgs. Dennoch gibt es zahlreichen Grünflächen wie den Eimsbüttler Park und es lässt sich wunderbar durch das Viertel schlendern. Die innenstadtnahe Lage und die gute Infrastruktur machen den Stadtteil besonders bei jungen Menschen sehr beliebt.

Ausgeruht und gestärkt mit einem leckeren Frühstück auf der tollen Sommerterrasse von Dani & Nu haben wir uns für den Tag mal wieder so einiges vorgenommen.

Schanzenviertel

Zuerst geht es auf ins trubelige Schanzenviertel und schon am frühen Mittag sind die zahlreichen Cafés, Restaurants und Kneipen gut besucht. Das überwiegend junge Publikum genießt seinen Sommersalat mit gegrilltem Ziegenkäse, leckeren Panini und frischer Limonade oder einem Alster. Ein schrammelig – urbaner Charme weht durch die Straßen, überall hängen Flyer und Konzertplakate an den Hauswänden der wunderschönen Altbauten. Neben den kleinen, individuell geführten Läden mit tollen Klamotten und viel Kreativität lassen sich auch immer mehr bekannte (Mode-)Ketten in der Schanze nieder. Die alternative Szene prägt zwar immer noch das Bild, jedoch hat in den letzten Jahren durch die vielen Wohnungssanierungen eine zunehmende Verteuerung von Wohnraum stattgefunden. Und dies macht sich auch in der Veränderung der Bevölkerungsstruktur deutlich.

Wir lassen uns treiben und schlendern durch kleine Gassen und schattige Straßen. Stärken uns mit einem leckeren Tomate-Mozarella-Foccacio und gekühlter Limonade im süßen „Café Kraweel“ http://mcaf.ee/qk5zf. Am Tisch neben uns nimmt eine junge Mutter mit ihrem kleinen, schlafendem Sohn Platz, daneben sitzen plaudernde Studenten, neben ein paar älteren Herrschaften und auf der gegenüberliegenden Straßenseite tritt ein Mädel mit pinkfarbenen Haaren, reichlichen Tättowierungen und drei süßen Bulldogen, aus der Tür. Einfach eine tolle Atmosphäre und dazu blauer Himmel. Was wollen wir mehr?!

Aber Fabian und ich wollen mehr….mehr Hamburg. Also geht es weiter.

St. Pauli

In einer Seitenstraße direkt neben der berühmt-berüchtigten Reeperbahn entdecken wir eine kleine, feine Oase der Ruhe und Natur. Den Gemeinschaftsgarten „GartenDeck“, liebevoll gestaltet und mit einer reichhaltigen Auswahl an leckerem, gesundem Gemüse, Obst und Kräutern in mobilen Beeten. Jeder kümmert sich hier um alles, es gibt kein „dein“ und „mein“. Freitagabend wird zusammen gekocht, gelacht und sich an dem selbstgeerntetem Gemüse erfreut. Eine tolle Idee, die einem die Menschen der Umgebung näher bringt und die Selbstinitiative in einem erweckt. Für mehr Infos hier klicken http://mcaf.ee/ye1sp

Die Reeperbahn an sich lassen wir heute links liegen und begeben uns in Richtung Wasser.

Fischmarkt und Landungsbrücken         

Wer den wirklichen Fischmarkt erleben will, der muss vorab ein kleines Opfer bringen: Sonntags Frühs um 6.00 Uhr aufstehen, noch leicht verschlafen in die Klamotten springen und sich ab aufs Rad Richtung Hafen schwingen. Dafür gibt es dann aber auch bei Ankunft am bekanntesten Wochenmarkt Hamburgs die Entschädigung in Form von: frischem Fisch, gesundem leckerem Obst und Gemüse, frischduftenden Blumen oder sogar Klamotten!

Und in der historischen Altonaer Fischauktionshalle kann in der Früh zu Live-Musik das Tanzbein geschwungen werden. Da kann man den erfolgreichen Einkauf gleich mit einem Tänzchen feiern, das hat doch auch was tolles!

Und weil man vom vielen Schauen und Einkaufen Hunger bekommt gibt es dann erst einmal ein Frühstück in Form von Fischbrötchen direkt am Elbufer mit Blick auf den Hamburger Hafen!

Da wir Sonntag jedoch schon in einer anderen Stadt verweilen werden genießen wir den Blick auf den Hafen ohne den Trubel und ohne Wochenmarktschreier. Wir begeben uns entlang der Landungsbrücken Richtung Hafencity/ Speicherstadt, vorbei an den vielen Rundfahrtbooten, den netten Strandbars und den vielen Touristen.

Speicherstadt/ Hafencity

Die Hafencity – DAS Großbauprojekt der letzten Jahre in Hamburg – Tradition und Moderne treffen aufeinander!

Schon von den Landungsbrücken aus erstrahlt in der Ferne, die noch immer im Bau befindliche, Elbphilharmonie. Wir nähern uns dieser bis wir direkt vor ihr stehen und –WOW- ein imposantes und beeindruckendes architektonisches Juwel ragt vor uns in den blauen Himmel. In meinen Gedanken höre ich Verdi, Mozart und Tschaikowski, sehe die elegant gekleideten Hamburger im Foyer stehen, ein Gläschen Champagner nippend und über den neuesten Klatsch und Tratsch reden. Jetzt mal abgesehen von den ganzen Diskussionen um das Projekt und die horrenden Kosten ist die Elbphilharmonie wirklich ein „Must-See“.

Wir schlendern weiter und betrachten die neuesten Designerbauten mit ihren teilweise futuristischen Erscheinungen. Ein paar Meter weiter stehen wieder die wunderschönen alten Backsteinbauten mit ihren traumhaften grünen Kupferdächern. Wir überqueren die Wasserkanäle und schauen dem Treiben in der Speicherstadt zu. Beobachten wie Paletten und Kisten nach jahrelanger Tradition an den Lastseilen in die Lagerräume gehievt werden und setzten unseren Weg fort Richtung Jungfernstieg.

Jungfernstieg/ Mönckebergstraße

Wir schlendern die zentral gelegene und hochfrequentierte Mönckebergstraße einmal auf und ab und landen dann am Jungfernstieg, der historischen Flaniermeile. Dort drücke ich mir, mal wieder, die Nase an den Schaufenstern platt und schwelge in Träumen von diamantenbesetzten Ohrringen, Perlenketten und schicker Designermode. Jeder der gerne mal die Kreditkarte plündert ist hier absolut richtig. Aber auch nur zum „sich-inspirieren-lassen“ und bummeln in exklusiver Atmosphäre ist die Gegend um den Jungfernstieg absolut perfekt. Neben den Designerläden gibt es süße Galerien und nette Cafés. Nichts für jeden Tag aber ab & an ein wenig Glamour ist auch nicht verkehrt. Nach dem Durchstöbern des Alsterhauses gönnen wir uns zum Abschluss des Tages noch einen kleinen Rundgang um die Binnenalster und genießen den Blick auf Hamburgs Jungfernstieg.

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