Eine klitzekleine Reise durch Dänemark

Dänemark, ein Land welches häufig nicht die Beachtung findet die es eigentlich verdient, da bin ich mir sicher. Und auch wir sausen hindurch, die Gedanken schon ganz auf Amerika fokussiert.

Wer flaches Land mag ist in Dänemark genau richtig. Wo sind bloß die Berge hin, die spektakuläre Natur? Innerhalb einer 3 Stunden-Fähr-Fahrt ändert sich die Landschaft komplett. Es ist unglaublich, was sind schon 3 Stunden und dennoch ist wieder alles anders.

Eine Monotonie der Aussicht macht sich breit, für das Auge ein wenig Erholung nach Norwegen, aber dennoch nicht weniger hübsch anzuschauen. Mir gefällt die Weite, die Ruhe und die Ordnung in der Landschaft. Hier und da mal ein paar Kühe und Schafe und ansonsten grünes flaches Land. Auch für unser „Wikichen“ eine kleine Erholung nach dem Berg-auf & Berg-ab in Norwegen.

Noch geprägt von dem sehr uncharmanten Stadtcampingplatz direkt bei Kristiansand gelegen, entschließen wir uns diesmal etwas weiter ins Landesinnere zu fahren um in Hjörring unser „Zelt“ aufzuschlagen.

Nicht unweit von Hjörring liegt die größte Wanderdüne Dänemarks mit einem alten teilweise zerfallenen Leuchtturm, die sogenannte „Rubjerg Knude“. Die Rubjerg Knude bildet den höchsten Punkt der Steilküste von Lønstrup. Vor mehr als hundert Jahren lag der dort aufgestellte Leuchtturm hinter eine 2 Meter hohen Düne. Durch den stetigen Wind wurden jedoch große Mengen Sand die Steilküste hinaufgeweht und nach mehreren Jahrzehnten erreichte die Düne eine Höhe von mehr als 50 Metern. Somit wurde der Leuchtturm zerstört und konnte vom Meer aus nicht mehr gesehen werden.

Ein beeindruckendes Beispiel der Unbändigkeit und Schönheit der Natur.

Nachdem wir, mit einer Horde anderer Touristen, einmal die Düne rauf und wieder runter marschiert sind fahren wir weiter Richtung Aarhus. Aber erstmal die Schuhe von dem Sand-Regen-Gemisch befreien, die nächste Dünenerklimmung verläuft barfuß, auch oder grade bei Regen. Dann ist man auch noch viel näher dran an der Natur 😉

Aarhus? Wir haben noch nie von Aarhus gehört und erwarten nicht viel. Und das ist das Schöne an Städten und Dingen, von denen man nicht viel erwartet. Sie können einen mit unglaublich tollen Momenten und Eindrücken überraschen. Und so ergeht es uns mit Aarhus. Ein niedliches Studentenstädtchen mit einer bezaubernden Altstadt, vielen kleinen Cafés und Restaurants. Kulturell hat Aarhus einige Sehenswürdigkeiten anzubieten; das Aarhus Kunstmuseum, Den Gamle By und das Moesgaard Museum. Gerne möchten wir die Ausstellung im ARoS Kunstmuseum ansehen. Aber aufgrund des Preises und der Uhrzeit, es geht schon gegen Spätnachmittag, entscheiden wir uns für einen Stadtspaziergang.

Jazzmusik hängt in der Luft.

Dank des alljährlichen Jazzfestivals werden verstreut in der ganzen Stadt freie Konzerte und Sessions von verschiedenen Künstlern und Orchestern dargeboten. So schlendern wir durch die Straßen und Gässchen und folgen einfach immer der auftauchenden Melodie. Eine wundervolle Atmosphäre, die Zuhörer genießen die Musik und allem liegt ein schöner Charme bei.

Der Tag neigt sich dann doch sehr schnell dem Ende zu und wir fahren zu unserem vorerst letzten Campingplatz für eine Weile. Der Weg dorthin führt uns vorbei an alten Villen mit tollen Gärten auf der einen Seite und dem Meer auf der anderen Seite. Aarhus ist die zweitgrößte Stadt in Dänemark und liegt direkt am Meer im Herzen von Jütland. Unser Stellplatz für die Nacht befindet sich an einem kleinen Strand, obwohl der Campingplatz an sich ist riesig ist, aber wir haben Glück und ergattern einen guten Platz.

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