Sebastiào Salgado – Ausstellung „Genesis“ in der Fotografiska Stockholm

Sebastiào Salgado wurde 1944 auf einem Landgut in Brasilien geboren und entdeckte seine Leidenschaft für die Fotografie im Alter von 26 Jahren. Seit dem entstanden unzählige Werke mit sozialpolitischem Hintergrund um gegen Ausbeutung und Gewalt in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

Seine zwei bekanntesten Langzeitprojekte sind Workers (1993) und Migrations (2000).

Die Werke befassen sich mit dem allmählichen Verschwinden traditioneller handwerklicher Arbeit weltweit und den menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen die Sklaven moderner Produktionsweisen schuften müssen, sowie der massenhaften Wanderungsbewegungen, die durch Kriege, Unterdrückung, Hunger, Naturkatastrophen, Umweltzerstörung und den Druck des demografischen Wandels angetrieben werden.

In den letzten Jahren hat sich Sebastiào Salgado jedoch mehr und mehr der Natur verschrieben, nachdem er mit seiner Frau in sein Heimatland zurückgekehrt ist und ein zerstörtes und gerodetes Naturparadies vorfand. Ein prägendes Ereignis für den Fotografen. Salgado setzt sich seitdem gegen Abholzung ein und plant in Brasilien im Nationalpark Bulcão Farm zweieinhalb Millionen Bäume zu pflanzen. Er hat dafür das Instituto Terra gegründet, das sich der Wiederaufforstung von gerodeten Wäldern sowie dem Naturschutz verpflichtet fühlt. Des Weiteren unterstützt Salgado auch die Kampagne der Menschenrechtsorganisation Survival International zum Schutz der Awá-Indianer in Brasilien, die durch illegale Abholzung auf ihrem Gebiet bedroht sind.

Mit diesem Hintergrund entstand sein drittes Langzeitprojekt Genesis (2014), für welches Salgado 8 Jahre lang in den entlegensten Winkeln der Erde unterwegs war.

Es entstanden faszinierende, imposante und unglaublich vielfältige Fotografien die uns durch die schöpferische Gestaltung unserer Erde führen. Eine unglaubliche Bandbreite wird geboten. Von den Polen der Erde, über die tiefsten Winkel der Urwälder und Wüstenlandschaften bis zu den unbekannten Geheimnissen der Weltmeere. Auch die Tierwelt wird uns in ihrer ganzen Pracht und ihrem Formenreichtum nahe gebracht. Die Bilder der in Einklang mit der Natur lebenden indigenen Völker erwecken Neugierde und eine unglaubliche Faszination.

„Genisis“ – Eine Ausstellung atemberaubender, ergreifender und ästhetisch wunderbarer Meisterwerke, die uns die Schönheit unserer Erde vor Augen führt!

 

Info: Ausstellung von Sebastiào Salgado im Focke Museum Bremen vom 25.07.14-26.10.14. Für alle die in der Nähe sind, unbedingt anschauen!

         

    

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