Stadtcamping, laute Bettnachbarn & königliches Flair

IMG_20140702_211712blogWasser, überall Wasser….von oben, von der Seite und irgendwie auch von unten. Es regnet in Strömen während wir versuchen den nahen Stadtcampingplatz in Stockholm zu finden. Nachdem wir eine der Hauptzufuhrstraßen, die einer einzigen Großbaustelle gleicht, zweimal hin und her fahren, erblicken wir durch die beschlagenen Fenster endlich die Ausschilderung „Langholmnes Husbilscamping“.

So froh darüber angekommen zu sein, so erschreckend der Campingplatz. Wenn dieser Abstellort für Campingtouristen überhaupt so genannt werden darf. Unter einer Brücke, zusammengefercht und nur mit der allernötigsten Ausstattung betrieben, reiht sich ein Wohnmobil an das nächste. Nein, das tun wir uns nicht an und schon gar nicht nach diesen wasserfallartigen Regenströmen.

In unserer Vorstellung hatten wir uns in einer netten Stockholmer Stadtwohnung mit Balkon und tollem Blick nächtigen sehen, aufgrund einiger Probleme bei der Anmeldung auf AirBnB schnell aber wieder Abschied von dieser nehmen müssen.

Wir entschließen uns für „Stadtcamping“ der anderen Art und checken im Hostel „Lodge32“ ein, dessen Adresse wir uns vorsorglich schon notiert haben. Mitten in Kungsholmen und somit im Herzen von Stockholm gelegen, fußläufig nur 10 Minuten zum Rathaus und zu den weiteren Sehenswürdigkeiten.

An der Rezeption dann die Information, dass für die erste Nacht nur noch 2 Betten in einem 6er-Zimmer frei sind. Für die zwei darauffolgenden Nächte könnten wir in ein Doppelzimmer ziehen. So ganz geheuer ist uns das Hostel zwar nicht, ein paar seltsame Gestalten sind hier unterwegs, da es sich aber schon dem Abend zu neigt entscheiden wir uns für das Angebot und sind froh einen Schlafplatz zu haben.

Die Freude trübt sich in der Nacht. Während ich mich in der Einschlafphase befinde und versuche mich mit dem steinharten Bett zu arrangieren, findet sich der Typ in der unteren Etage meines Stockbettes zum Schlafen ein. Und dann geht es los und hört nicht mehr auf, Schnarchgeräusche dass sich die Balken biegen. Wirklich, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich blicke auf und sehe wie Fabian sich hin- und her wälzt. Schnell das Handy gezückt und getextet: „Kannst du auch nicht schlafen?“ „Nein, bei diesem Lärm ist an Schlaf ja nicht zu denken“ „Das ist echt unglaublich“ „Was sollen wir nur machen?“ „Weiß auch nicht, Hotel?“ „Hmmm…aber es ist mitten in der Nacht.“ „Egal, ich brauche meinen Schlaf…“…..So geht es noch eine Weile hin und her, eine reine Freude um 1 Uhr Nachts.

Natürlich sind wir nicht mehr in ein Hotel umgezogen und die Nacht haben wir auch überstanden, aber so schnell werden wir das nicht wiederholen. Die nächsten zwei Nächte im Doppelzimmer sind wesentlich angenehmer.

Die Tage verbringen wir mit Sightseeing und erlaufen uns Stockholm mit seinen vielen „Stadtinseln“ und 53 Brücken.

Wir besichtigen die beeindruckende City Hall mit großem Innenhof und tollem Blick auf Södermalm und Gamla Stan.

Ein kleiner Schlenker Richtung Riddarholmen und wir befinden uns an der Riddarholmskyrkan Die heute als königliche Begräbniskirche dienende Anlage gehörte zu einem Franziskanerkloster, das 1270 errichtet wurde. Die Kirche selbst entstand zwischen 1280 und 1300.

Wir spazieren durch das triebige Gamla Stan, eines der beliebtesten Viertel bei Einheimischen und Touristen. Hier reiht sich eins nebens andere: das Tattostudio neben das vegetarische Restaurant, neben supersüße Kinderläden und schnuckelige Cafés, Irish Pubs neben Klamottenläden…. ganz entzückend!

Nicht weit entfernt öffnet der „Kungliga Slottet“, der königliche Palast seine Pforten. Diesen betrachten wir uns jedoch nur von außen. Unsere „Schatzkammer“ lässt einen Besuch bei den Eintrittspreisen leider nicht zu.

Apropos „Schatzkammer“, wir empfinden den so oft beschworenen immensen Preisunterschied zu Deutschland nicht wirklich extrem. Die Preise für Cafébesuche, Kleidung und Interieur sind zwar ein wenig teurer aber in Ordnung.

Auf dem Weg in die Innenstadt erhaschen wir noch einen Blick auf die Kungliga Operan (königliche Oper), ein historisches Gebäude im neoklassizistischen Stil, entworfen von Axel Anderberg.

Die Innenstadt, im zentralen Stadtbezirk Norrmalm gelegen, unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen Fußgängerzonen…..H&M, Zara, Vero Moda, einige Restaurants und Cafes und weitere Geschäfte. Ein wenig abseits gelegen gibt es das Einkaufscenter Mood, welches überall angepriesen wird…also schauen wir uns das mal an, wenn wir schon in der Nähe sind. In der Nähe sein bedeutet bei uns allerdings 25 Minuten bergab, bergauf laufen und mit etwas Glück das Mood finden. Ein Mode Muss befindet sich jedoch ganz in der Nähe des Mood, „Nordiska Kompaniet“ – das älteste Warenhaus Stockholms. In mondäner „Jugendstil-Atmosphäre“ stöbert und shoppt es sich hier einfach wunderbar. Neben den internationalen Größen im Modebusiness werden auch Entwürfe von Modetalenten aus der schwedischen sowie der skandinavischen Modeszene angeboten. Wer von Einkaufstempel wie die Galeries Lafayette in Paris oder das Harrods in London nicht genug bekommt wird sich hier wohl fühlen.

Nach einem tollen aber auch anstrengenden Tag gönnen wir uns im Restaurant „Wagamama“, in der Nähe von der Stockholmer Centralstation (Hauptbahnhof), ein super leckeres asiatisches Abendessen. Da wir unser Kochbuch von Wagamama lieben freuen wir uns noch doller endlich mal eines der Restaurants besuchen zu können….Das Essen ist wirklich sehr lecker!

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